Das Schulgeld für Grâce und Assiga Elysé ist bezahlt, dazu gab es Geld für die wichtigsten Bedürfnisse, z.B. einen ordentlichen Rucksack!
Grâce, jetzt im 6. Schuljahr, ist selig über ihren neuen Rucksack!
Assiga Elysé, jetzt im 8. Schuljahr, geht sehr gern zur Schule!
Sommer 2025
Vor 25 Jahren habe ich mit ersten Projekten in Gani-Dah unsere Arbeit begonnen, vor 20 Jahren haben wir unseren Verein Gani-Dah e.V. gegründet - angesichts all unserer Schwierigkeiten in Mali zeigt sich doch eine tolle Bilanz, die uns auch ein wenig stolz macht!
In diesem Jahr schließen alle Stipendiaten ihre Studien ab: Abdoulaye hat alle Examina hinter sich und wartet auf die Ergebnisse. Er hat ein gutes Gefühl! Auf die Prüfungen folgen Monate praktischer Ausbildung in Landregionen.
Fatoumata hat alle Master-Prüfungen absolviert und lernt jetzt für ein Betriebspraktikum.
Assiga Elysé kommt ins 8. Schuljahr, Grâce ins 6., wir übernehmen wieder das Schulgeld und die Kosten für notwendige Sachleistungen.
Herbst - Winter 2024
Die Lage im Zentrum und im Norden Malis hat sich nicht verbessert, von Reisen in diese Gegenden wird dringend abgeraten. Rebellen, Banditen und Islamisten haben sich in der Region um Gani-Dah festgesetzt und terrorisieren die Bevölkerung. Mohamed Saliha Haidara, Statthalter unserer Projektarbeit, schickt uns erschütternde Berichte über WhatsApp: Die Islamisten peitschen Männer mit Boubou und weiten Hosen aus und zerschneiden ihre Kleidung. "Ist das der Glaube, auspeitschen?" fragt der tiefgläubige Muslim Haidara, den Tränen nahe. Wir können nur aus der Ferne unsere Arbeit fortsetzen: Förderung unserer Stipendiaten, um sie zum Abschluss der Schule und einer Ausbildung zu bringen!
Schulgeld für Assiga Elysé und Grâce Togo
Für Grâce und Assiga Elysé, der inzwischen auf eine weiterführende Schule geht, zahlen wir auch in diesem Jahr das Schulgeld. Der Vater ist so dankbar! Assiga Elysé zeigt sich mit seiner Ehrenurkunde für die schulischen Leistungen der Förderung würdig!
Abdoulaye im 6. Ausbildungsjahr!
Im September 2024 hat Abdoullaye wie jedes Jahr zuverlässig die Nationalen Abschlussprüfungen bestanden. Damit geht er jetzt in das letzte Ausbildungsjahr und auf die Abschlussprüfungen zu. Auch für dieses Jahr übernehmen wir die Ausbildungskosten und wünschen ihm vollen Erfolg!
Fatoumata hat das 2. Studienjahr an der Universität in Bamako begonnen!
Sie hat alle notwendigen Modulprüfungen bestanden und freut sich schon auf ein Praktikum im neuen Jahr! Aber auch ihr fehlt ein Computer und weiteres Material, wir werden sehen, was wir da tun können ... Ihr und ihrer kleinen Familie geht es gut, es gibt immer genug Verwandte, die sich um ihren Sohn kümmern!
Kadidja
hat ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Sie arbeitet jetzt als Pflegerin im CSCOM, dem lokalen Gesundheitszentrum, von Endé auf der Falaise von Bandiagara im Dogonland. Sie kann nun selbstständig zum Erhalt der Familie beitragen - ein schöner Erfolg!
Dina
ist nach Bamako gekommen und möchte ihre Ausbildung in der Sicherheit der Hauptstadt fortsetzen!
Safiatou
hat ihre Ausbildung zur Krankenpflegerin abgeschlossen und sucht jetzt in der Nähe ihrer Familie im Norden einen Arbeitsplatz im Gesundheitssektor. Das wird schwierig angesichts der Situation, aber: Wir wünschen ihr Erfolg!
Herbst - Winter 2023
Nach dem Militärputsch in der Republik Niger und den Reaktionen der umliegenden Staaten Westafrikas ist die Situation für das deutsche Truppenkontingent und für die Bevölkerung in Mali deutlich schwieriger geworden. Trotz des zunehmend sichtbaren Auftretens russischen Militärs und von Gruppen der Wagner-Miliz ist die Sicherheitslage nicht verbessert. Verheerende Überfälle auch in der Gegend von Gani-Dah zeigen die ungebrochene Stärke islamistischer und mit ihnen verbündeter Kräfte. Ackerbau ist kaum möglich, die Ernten sind stark gefährdet, die Versorgungslage ist schlecht. Die meisten Schulen sind noch immer geschlossen. Die Menschen haben kaum Einkommen. Noch immer erhalten wir detaillierte Berichte aus Gani-Dah und Umgebung über WhatsApp von unseren Freunden und den von uns betreuten Familien.
Emmanuel Togo, der Direktor unserer Grundschule in Gani-Dah, vor Jahren schon nach Bamako geflüchtet, ist außerstande, Schulgeld für seine Kinder aufzubringen ...
Unsere Stipendiaten ünterstützen wir weiterhin, indem wir die Ausbildungskosten übernehmen!
Schulgeld für Assiga Togo und seine kleine Schwester Grâce!
Nach ihrer Flucht in die Hauptstadt Bamako, wo Vater Emmanuel Togo, vorher Direktor unserer Grundschule in Gani-Dah, eine qualifizierende Weiterbildung unternimmt, lebt die Familie in sehr schwierigen Umständen. Der Vater kann das Schulgeld für die einzige geöffnete Schule der Umgebung nicht bezahlen. Damit Assiga, 5. Schuljahr, und Grâce, 3. Schuljahr, weiterhin zur Schule gehen können, haben wir die Zahlung des Schulgeldes übernommen!
Dina beginnt Ausbildung!
Dina möchte nach Abschluss aller Abiturprüfungen in diesem Herbst eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester beginnen. An den Kosten für die Fachschule und das dazugehörige Internat in Bankass werden wir uns zu einem erheblichen Anteil beteiligen.
Kadidja
hat in Koro ein Praktikum absolviert und setzt in diesem Schuljahr ihre dreijährige Ausbildung zur Krankenpflegerin fort. Sie hat es besonders schwer, da sie ein kleines Kind zu versorgen hat. Ihre Eltern, selbst Flüchtlinge aus Gani-Dah, können ihr nicht helfen ... Wir übernehmen das Studiengeld. Kadidja ist sehr dankbar!
Auch Safiatou kann ihre Ausbildung zur Hebamme fortsetzen!
Leider hat Safiatou die Nationalen Prüfungen nach Abschluss des 3. Ausbildungsjahres nicht auf Anhieb bestanden, aber sie bekommt von uins die Chance, mit der Wiederholung dieses Studienjahrs ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Sie war schon ganz verzweifelt, aber nun geht sie mit aller Energie an die Bewältigung des Lernstoffs!
Abdoulaye im fünften Ausbildungsjahr!
Im September 2023 hat Abdoullaye wiederum die jährlichen Nationalen Abschlussprüfungen bestanden - die Familie ist sehr stolz auf ihn! Noch knapp zwei Studienjahre, dann ist es geschafft! Auch für dieses Jahr übernehmen wir die Ausbildungskosten.
2022 - Sommer 2023
- Die Lage in Mali wird nun auch bei uns - bezogen auf Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten des Kontingents der Bundeswehr - detailliert beschrieben, besonders wenn Besuche von Politikern anstehen. Das deutsche Kontingent sieht sich gezwungen, bis Jahresende das Land zu verlassen. Wenig erfährt man über die konkrete Situation im Lande. Deutlich wird nur, wie wenig die Maßnahmen der UN-Missionen Frieden sichern und Not lindern konnten.
- Wir erhalten detaillierte Berichte aus Gani-Dah und Umgebung über WhatsApp von unseren Freunden und den von uns betreuten Familien. Noch immer gibt es Überfälle auf die Dörfer. Feldbau ist kaum möglich. Die Pisten sind, sofern sie noch nicht überwuchert sind von Strauchwerk, von den Islamisten vermint. Immer wieder treten Menschen, besonders Kinder, auf Minen und sterben. Die malische Armee bemüht sich, in der Gegend diese Minen im Sand zu finden und zur Explosion zu bringen. Die Bezirksregierung hat den Bauern der Umgebung erlaubt, in 25 km Entfernung auf sicherem Gelände Felder zu bewirtschaften, damit die Menschen nicht verhungern. Unsere Lehrer nutzen die Zeit der Schulschließung mit weiterer Qualifikation an den Fachschulen des Landes, um für später ihre Chancen zu vergrößern.
- Unseren Stipendiaten konnten wir auch im neuen Ausbildungsjahr helfen, die Banken funktionieren einwandfrei. Mit Fatoumata haben wir eine weitere Absolventin unserer Schulen aufnehmen können!
Fatoumata
kennen wir seit ihrer frühesten Schulzeit als fleißiges und intelligentes Mädchen mit ganz eigenen Ideen. So hat uns nicht gewundert, wie sehr sie sich wünschte zu studieren, ein Wirtschaftsfach an der Universität in Bamako! Lange haben wir nach dem auch finanziell passenden Universitätsinstitut gesucht, lange Diskussionen musste ich mit ihrem jungen Ehemann - auch er ein Absolvent aus Gani-Dah - führen, damit er einverstanden war mit dem Studium seiner Frau und der Einrichtung eines privaten Bankkontos auf ihren Namen. Endlich waren die traditionellen Rollenvorbehalte überwunden - da wird Fatoumata schwanger, und da sie bisher mit Fehlgeburten große Probleme hatte, muss sie in aller Ruhe die Entbindung abwarten. Dann aber will sie endlich loslegen! Vier Freunde unserer Arbeit spenden nun über Jahre gemeinsam, um Fatoumata einen Abschluss zu ermöglichen.
Inzwischen hat Fatoumata einen Jungen bekommen, er soll Amadou heißen.
Die Eltern sind überglücklich!
Zum nächstmöglichen Termin schreibt sich dann Fatoumata in der Fakultät ein.
Abdoulaye im vierten Ausbildungsjahr!
Voller Stolz hat uns Abdoulaye im Herbst 2022 mitgeteilt, dass er die nationalen Abschlussprüfungen bestanden hat!
Safiatou im dritten Ausbildungsjahr!
November 2021
- Die Situation in Mali ist nach erneutem Rücktritt der Regierung und zahlreichen Überfällen landesweit gleichbleibend unsicher.
- Projektarbeit vor Ort ist weiterhin unmöglich. Aber unsere Hilfe für die jungen Leute funktioniert auch im neuen Ausbildungsjahr!
Safiatou im zweiten Ausbildungsjahr: Sie will Hebamme werden!
Sie schreibt ihren deutschen Freunden:
"Safiatou Haidara
élève à l'école Djenné
Chers parrains bonjour,
je me porte très bien ainsi que mes parents, et nous sommes très contents de recevoir votre aide pour ma formation. C'est une grande chance pour moi de vous avoir comme parrains. Je ne manquerai pas de courage de redoubler d'efforts pour réaliser mon rêve de devenir sage femme. Grand merci pour votre aide. Je suis très contente ainsi que mes parents pour votre effort. Portez-vous bien! Mes sincères salutations et remerciments,
Safiatou Haidara"
"Liebe Paten, guten Tag. Mir geht es gut wie meinen Eltern auch, und wir alle sind sehr glücklich, eure Hilfe für meine Ausbildung zu bekommen! Es ist eine große Chance für mich, euch als Paten zu haben. Ich werde nicht nachlassen mich anzustrengen, um meinen Traum zu verwirklichen, eines Tages Hebamme zu werden. Danke und nochmals danke für diese große Hilfe.
Ich und meine Eltern sind glücklich über all eure Bemühungen. Lasst es euch gutgehen!
Herzliche Grüße und Danksagungen!
Safiatou Haidara"
Abdoulaye hat erfolgreich das 3. Ausbildungsjahr erreicht!
Abdoulaye Haidara - hier mit einer jungern Kollegin - hat das erste und z weite Ausbildungsjahr bestanden und setzt mit Elan seinen Weg in der Medizintechnik fort. Er schreibt an seine langjährigen "Pateneltern" in Deutschland, die schon seine gesamte Schulzeit begleitet haben:
"Bonjour.
Comment vous allez?
C'est Monsieur Abdoulaye Haïdara.
Chers parrains
Je suis très heureux de vous écrire cette lettre pour vous remercier de l'effort que vous fournissez pour ma formation.
La formation se passe dans les normes.
Merci infiniment pour tout.
Bien des choses à la famille !"
Guten Tag. Wie geht es euch? Ich bin es, Abdoulaye Haidara. Liebe Pateneltern,
ich bin sehr glücklich, euch diesen Brief schreiben zu können, um euch zu danken für das Engagement, das ihr für meine Ausbildung einsetzt. Die Ausbildung verläuft gemäß den Anforderungen. Unendlicher Dank für alles! Alles Gute für die Familie!
Abdoulaye mit seinen Kollegen
Abdoulaye (rechts) im Dienst
Abdoulaye mit seinem Ausbilder
Abdoulayes Brief an seine Paten
Dina hat die Abschlussklasse ihres Gymnasiums erreicht!
Dina hat uns neben neuen Fotos einen Brief an "ihre" deutsche Familie übermittelt:
Bankass le 26/10/2021
Bonjour ma chère amie. Je m'appelle Dina Togo élève au lycée de Koro 12ème année. Au Mali nous sommes en vacances. Je suis très contente et je me porte très bien. Chez nous nous sommes en fin de la pluie et c'est le temps de la récolte . Le 1er novembre nous allons reprendre la classe. J'ai vraiment bien reçu l'argent que tu m'as envoyée. Je suis dans la joie. Je te dis merci de tout mon coeur, ainsi que ma maman aussi te dit merci. Au Mali il commence à faire frais pendant la nuit. Je pense à toi nuit et jour. Je compte encore sur ton soutien. Que Dieu te donne longue vie. Merci et merci infiniment.
Je te salue cordialement. Par ton amie Dina Togo au Mali.
Guten Tag meine liebe Freundin,
ich bin Dina Togo, Schülerin im Gymnasium von Koro 12. Schuljahr. In Mali sind gerade Ferien. Ich freue mich sehr und es geht mir sehr gut. Wir sind hier am Ende der Regenzeit, es ist die Zeit der Ernte. Am 1. November kehren wir in die Schule zurück. Ich habe ganz richtig das Geld bekommen, das du mir geschickt hast. Ich freue mich sehr darüber. Ich sage dir aus ganzem Herzen danke. Auch meine Mutter dankt dir sehr. Nachts wird es jetzt langsam kalt in Mali. Ich denke Tag und Nacht an dich. Ich hoffe auf deine weitere Unterstützung. Möge Gott dir ein langes Leben schenken. Danke, unendlich danke. Ich grüße dich herzlich, deine Freundin Dina Togo aus Mali
Kadidia hat eine Ausbildung begonnen, die von uns finanziert wird!
Auch Kadidia hat uns neben aktuellen Fotos einen anrührenden Brief an "ihre" deutsche Familie übermittelt, den wir hier übersetzt zeigen:
Liebe Freundin,
ich schreibe euch diesen Brief, um Neuigkeiten von mir zu senden und von euch zu empfangen.
Was meine Ausbildung betrifft, so danke ich euch unendlich für all das, was Ihr für mich tut, und ich wünsche mir von euch, dass ich meine Studien fortsetzen kann. Heute bin ich in einer privaten Gesundheitsfachschule, und ich wünsche mir sehr, dass ich diese Ausbildung beenden kann.
Ich denke immer an Euch. In Freundschaft zu sein ist großes Vertrauen und etwas sehr Gutes für das ganze Leben. Ich vertraue mich euch an und ich bin bei euch Tag und Nacht.
Danke, danke! Kadidia Sagara
Juni 2021
- Laut Mohamed Saliha Haidara hat es in Gani-Dah Überälle durch Banditen mit mehreren Toten, auch ehemaligen Schülern unserer Schulen gegeben.
- Niemand wagt im Moment in Gani-Dah zu bleiben oder auf den Feldern zu arbeiten, Dorf und Weiler sind verlassen. Es gibt keinerlei staatliche Autorität oder Hilfe für die Bewohner der Region.
- Banditen hatten kürzlich leichtes Spiel: Sie haben aus allen Hütten und unseren Projektgebäuden alles Bewegliche gestohlen und sogar Fensterläden und Türen ausgebaut.
- Einzige Möglichkeit der Unterstützung: Unser Konto in Mopti existiert noch, die Ausbildungshilfen für die jungen Leute laufen.
Überfälle von Djihadisten und Banditengruppen
Niemand in der Region zeigt sich heute unbewaffnet, auch nicht Mohamed Saliha Haidara! Das erschwert das Leben der Bewohner sehr. Feldarbeit ist kaum möglich, Mädchen und Frauen riskieren Vergewaltigungen als typische Kriegswaffe. Entsprechend gering sind eigene Ernten, auswärtige Produkte sind sehr teuer, die Lehrer sind schon seit 3 Jahren nicht mehr bezahlt worden und müssen sich irgendwie durchschlagen, um ihre Familien zu ernähren.
Wir sind froh, dass wir für Safiatou Haidara, die in diesem Jahr nach einem erstklassigen Schulabschluss in der Hauptstadt Bamako eine sechsjährige Ausbildung zur Hebamme und danach zur Krankenschwester aufgenommen hat, Freunde gefunden haben, die das Studiengeld für diese Ausbildung übernehmen werden!
Leider können wir derzeit nicht mehr tun ...
November 2020
- Überfälle von Djihadisten-Gruppen, Viehzüchtern der Peulh und marodierenden Banditen verheeren das Land und lassen die Pisten nach Dani-Gah versanden
- Besuch weiterführender Schulen und Ausbildung an Fachschulen unterstützen
- Zwei Sack Hirse à 100 Kilo als Mietleistung
- Einzige Möglichkeit der Unterstützung
Dschihadisten-Überfälle und Krieg lassen Pisten nach Gani-Dah versanden
Die Lage in Gani-Dah hat sich seit dem letzten Jahr nicht wesentlich geändert: Überfälle durch Peulh und Islamisten auf das Dorf, Flucht der Bewohner, Kontrolle der noch immer intakten Projekte durch die Lehrer, einige Tote. Seit dem kürzlich erfolgten Militärputsch empfindet Direktor Haidara die Lage als etwas ruhiger, insbesondere dadurch, dass die Garnison der Kreisstadt Sokoura wieder mit malischen Soldaten besetzt ist. Die Ernährungslage ist schwierig, Gesundheitsversorgung so gut wie unmöglich, die Schulen sind noch geschlossen (in manchen Gegenden Malis haben sie jetzt wieder geöffnet). Telefonat am 17.10.20 mit Haidara: Es gab einen Angriff der Djihadisten mit Motorrädern auf Sokoura, die malischen Soldaten haben verteidigt, es gab Unterstützung durch die Luftwaffe, dadurch etliche Tote unter den Djihadisten, der Rest wurde in die Flucht geschlagen. Ein Lehrer im Nachbardorf Zogara ist entführt, aber Gottseidank nach einigen Tagen wieder befreit worden. Die Pisten Richtung Gani-Dah sind im 8. Jahr des Krieges nicht mehr zu erkennen, entweder versandet oder völlig überwuchert, es ist schwer, mit den leichten Motorrädern hinzufahren – wenn Frieden kommt, muss alles neu gemacht werden. Derzeit lebt niemand mehr in unserem Dorf …
Besuch weiterführender Schulen unterstützen
Natürlich ist derzeit nicht an Reisen nach Mali in unser Projektgebiet zu denken. Das Einzige, was wir noch machen können, ist die Förderung der Jugendlichen, die an anderen, durch Gendarmerie besser geschützten Orten auf weiterführende Schulen gehen bzw. eine Berufsausbildung machen. Das sind derzeit zwei Mädchen, Dina und Kadidja (s. letzter Bericht), und ein Jugendlicher, Abdoullaye Haidara, alle Drei gefördert von hiesigen Freunden, die für den Rest der Schul- bzw. Ausbildungszeit einen hilfreichen Betrag spenden. Die Dankbarkeit der Schulmädchen ist groß. Ich schicke hier ihre Dankesbriefe übersetzt mit, sie zeigen eindrucksvoll die Lage der Familien:
„Guten Tag liebe Freundin, ich bin es, Kadidia Sagara. Ich bin im 11. Schuljahr auf dem Gymnasium in Koro. Ich bin sehr glücklich über euer Geschenk, eine Summe von 130.000 FCFA. Ich bin bei guter Gesundheit, den Eltern geht es gut. Ich informiere dich darüber, dass wir in diesem Jahr all unser Vermögen verloren haben bei dem Angriff von Islamisten auf unser Dorf. Sie haben das Dorf angezündet und haben die Tiere entführt. Die Eltern haben fliehen können, aber jetzt besitzen sie nichts mehr außer den Geschenken der Regierung. Wir leben in einer Zeit der Krise, die Schulkrise und der Krieg in Mali. Wir sind jetzt mitten in der Regenzeit, aber die Eltern haben nichts anbauen können mangels Land. Sie alle sind umgesiedelt. Liebe Freundin, ich grüße dich herzlich, Kadidia Sagara“
Zwei Sack Hirse à 100 Kilo als Mietleistung
"Guten Tag liebe Freundin Pauline, ich bin sehr glücklich, dir diesen Brief schreiben zu können. Ich habe das Geschenk der Summe von 130.000 FCFA erhalten, das hat mir erlaubt, alle notwendigen Ausgaben zu machen. (Als Mietleistung) müssen wir 2 Sack Hirse zu je 100 kg pro Jahr bezahlen. Ich bin im 10. Schuljahr auf dem Gymnasium in Koro. In Anbetracht der Entfernung zur Schule habe ich mir von dem Geld ein Fahrrad gekauft. Wir leben jetzt in vielfacher Krise, Sicherheit, Gesundheit, Schule… Zudem ist jetzt Regenzeit. Ich spreche dir meinen großen Dank aus. Ich mag dich sehr. Ich grüße auch den Papa, die Maman und die Schwester. Von Dina Togo"
Einzige Möglichkeit der Unterstützung
Abdoulaye Haidara, der Sohn von Haidara, seit dem 1. Schuljahr in Patenschaft bei uns, beginnt gerade das zweite Ausbildungsjahr als Medizin-Techniker in Bamako, ist erfolgreich in allen Prüfungen und fühlt sich sehr wohl in diesem Berufsfeld.
Das sind derzeit die einzigen Möglichkeiten für uns zu helfen. Unser Bankkonto bei der BIM in Mopti existiert, Überweisungen funktionieren korrekt. Wir alle warten auf Frieden und Sicherheit, erfahrungsgemäß kommen die Bewohner schnell nach Gani-Dah zurück. Dann können wir die Projekte wieder hochfahren!
März 2020
- Überfall auf Gani-Dah
Überfall auf Gani-Dah
Im Februar hat wieder ein schrecklicher Überfall auf das Dorf stattgefunden. Alle Bewohner sind in sichere Dörfer der Umgebung oder nach Bamako geflüchtet. In der Zwischenzeit hatten unsere Lehrer die Bücher der Bibliothek und alles Spielzeug aus dem Kindergarten nach Sokoura auf den Hof von unserem Projektleiter Mohamed Saliha Haidara gerettet. Die Gebäude in Gani-Dah selbst sind unbeschädigt. Seit zwei Jahren sind die Felder nicht bestellt worden, entsprechend elend ist die Ernährungslage … Schlimm ist, dass wir nichts tun können. Alle hoffen sehnsüchtig auf Frieden!
2018
- Sommer: Projekte vollendet, aber wir wachen weiter über die laufende Arbeit
- Mai: 10 Jahre Afrika-Woche an der Grundschule "Am Mühlberg"
- Februar: Bau des letzten Klassenraums in Gani-Dah ist fertig
Sommer 2018: Projekte vollendet, aber wir wachen über die laufende Arbeit
Nach 17 Jahren kontinuierlicher Arbeit in der Region von Gani-Dah sind die Projekte, die wir uns vorgenommen haben, nun vollendet. Wir haben die Ziele unserer Satzung nicht nur erreicht, sondern weit überboten. Die politische Lage in Mali ist angespannt wie seit Beginn der Aufstände im Jahre 2012, aber die Projekte in Gani-Dah haben nicht nur mancherlei Attacken überstanden, sondern die Menschen sind an der Projektarbeit gewachsen und arbeiten zuverlässig, froh über die erzielten Erfolge. Wir beginnen also keine neuen Projekte mehr, aber wir bleiben den Menschen dieser Region herzlich verbunden. Wir werden die Schulkantine weiterführen und sind für Notfälle da, um dieses Modellprojekt nachhaltiger Entwicklungsarbeit nicht zu gefährden. So freuen wir uns auch weiterhin über Spenden, die für Gani-Dah bestimmt sind!
Mai 2018: 10 Jahre Afrika-Woche an der Grundschule „Am Mühlberg"
Es gilt ein Jubiläum zu feiern: Zum 10. Mal haben wir an der Grundschule „Am Mühlberg“ in Hohenthurm im Kreis Landsberg (vormals in Peißen) / Sachsen-Anhalt unsere Afrika-Woche gestaltet: In jeder der Klassen wird bildreich ein altersgerechtes Thema aus dem Umfeld von Gani-Dah erarbeitet, dazu dürfen viele Gegenstände aus der Natur Westafrikas und aus dem Dorfalltag angefasst und ausprobiert werden – immer wieder eine spannende Phase für die Kinder voller Aktivitäten wie z.B. der Herstellung von Salz aus Salzplatten von den Minen in Taoudenni/Mali! Höhepunkt dieser Projektwoche ist der jährliche Sponsorenlauf von Kindern, Ehemaligen, Eltern und Großeltern: Die Kinder wachsen über sich hinaus, um für ihre Freunde in Gani-Dah eine möglichst große Spende zu erlaufen und ihren Einsatz mit einer Medaille zu dokumentieren! In diesem Jahr haben sie sich für die Fortführung der Schulkantine für nunmehr über 500 Kinder und Jugendliche eingesetzt. Wir danken herzlich für dieses Engagement!
Februar 2018: Der Bau des letzten Klassenraums in Gani-Dah ist fertig!
Da durch sehr großzügige Spenden die notwendige Bausumme überraschend schnell zusammengekommen ist, haben wir den Bau des Klassenraums schon im Oktober mit der Herstellung der Steine beginnen können. Die Vollzugsmeldung kam dann im Februar: Der Bau des letzten Klassenraums ist fertiggestellt! Er steht neben unserem Grundstück für die Schulen, die Bibliothek und den Kindergarten auf staatlichem Gelände, so dass die nationale Behörde später an dieser Stelle Bauten für den Second Cycle fortsetzen kann. Nun hat jede Klasse der Schulen von Gani-Dah einen eigenen Klassenraum "aus Stein"! Die Dankbarkeit der Schüler und Lehrer ist groß – sie sind stolz auf ihren neuen Raum! Da die Schulkantine für ca. 500 Kinder unbedingt erhalten werden muss, werden wir alle restlichen und neu eingehenden Spendengelder vorhalten für den Bedarf der Kantine, die für viele Kinder die einzige sichere Mahlzeit des Tages ausgibt. Derzeit ist genügend Geld für ca. 2 Schuljahre vorhanden – vorbehaltlich der Verteuerung von Lebensmitteln in der Krisensituation …
Eine Klasse lernte noch unter dem Stroh-Hangar
In der Sonne trocknen die aus Lehm geformten Ziegel schnell
Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse sind sehr dankbar für den neuen Klassenraum
2017
- Erfolgreiche Projektarbeit trotz prekärer Sicherheitslage
- Brillenstation: aufgestockt und sehr nachgefragt
- Frauen bringen Mikrofinanzbank an den Start
- Männer bearbeiten und bewässern kilometerweit Land
- Fazit: Projekte laufen selbständig
- Verein beschließt abschließenden Schulbau
2017: Erfolgreiche Projektarbeit trotz prekärer Sicherheitslage
Leider ist die Sicherheitslage in Mali immer noch sehr schlecht. Attentate, Entführungen, Überfälle durch Banditen oder aufständische Peulh-Hirten prägen den Alltag der Bevölkerung. Weiße sind nördlich der Hauptstadt Bamako kaum zu finden, die meisten Hilfsprojekte sind eingestellt. Es scheint sich politisch nur wenig zu bewegen – trotz der Abkommen mit den verschiedenen Gruppen im Norden sind Fortschritte in der Befriedung des Landes nicht zu erkennen, und so scheint der Versöhnungsprozess in weite Ferne gerückt. Die Zahl der Bundeswehrsoldaten im Lande ist erneut aufgestockt worden.
So war die diesjährige Reise nach Gani-Dah recht gefährlich für mich, die einzige Weiße in der ganzen Gegend – aber umso erfolgreicher sind die Projekte verlaufen! 10 Jahre lang haben wir davon geträumt, die virulenten Wasser-Probleme des Dorfes nachhaltig zu lösen – in diesem Jahr haben wir mit viel Einsatz der Männer und Schüler des Dorfes geschafft, eine Wasserleitung von dem neuen Wasserwerk aus über 250 m in das Schulgelände zu legen! Das hört sich so leicht an – es ist sehr schwierig, das Material zu beschaffen, und Schwerstarbeit, mit einer einzigen einfachen Hacke und einer Schaufel 60 cm tief einen Kanal mit dem richtigen Gefälle in die steinharte Erde zu graben! Es war ein ungeheurer Triumpf, als das Wasser aus den zwei Hähnen mit starkem Druck in die Wasserkanister schoss! Die Frauen des Dorfes haben spontan angefangen zu singen und zu tanzen… Jetzt gibt es genug Trinkwasser für die fast 500 Schüler in Gani-Dah, die Schulkantine arbeitet unter entscheidend besseren Bedingungen, die Hygiene an den Toiletten ist eingerichtet, für die Beete im Schulgarten gibt es jetzt ausreichend Bewässerung für Pflanzungen auch in der Trockenzeit.
Brillenstation: aufgestockt und sehr nachgefragt
Die Brillenstation ist mit vielen Brillen aller Maße aufgestockt und in einem neuen kleinen Raum der Gesundheitsstation wiedereröffnet worden – sie läuft jetzt sehr professionell! Zwei Krankenpfleger - auf dem Foto Amadou, sehr engagiert - sind bestens ausgebildet, Sehtests mit den Patienten durchzuführen und die passenden Brillen korrekt auszugeben. Der Leitung der Gesundheitsstation ist diese Brillenstation sehr wichtig – an Markttagen besonders kommen viele Menschen mit Sehschwächen von weit her ausdrücklich nach Gani-Dah!
Frauen bringen Mikrofinanzbank an den Start
Die Arbeit der Frauen des Vereins Jigisɛmɛ für den Aufbau einer Mikrofinanz-Bank für die ganze Region um Gani-Dah war und ist sensationell! In einer großen Versammlung haben sie ihr Finanzmodell vorgestellt, das durch eine größere Spende unsererseits im letzten Jahr möglich geworden ist: Die Frauen haben Dorf und Umgebung in vier Unterbezirke eingeteilt und regionale Vorstände eingerichtet, die einen Monat lang selbständig Kredite vergeben, Verträge aushandeln und Rückzahlungen annehmen. Einmal im Monat treffen sich alle Gruppen unter ihrem zentralen Vorstand und tragen ihre Ergebnisse zusammen. Sie vergeben Kredite nur an Frauen, da diese zuverlässiger zurückzahlen – bisher haben sie alle Summen wieder zurückbekommen mit einem Zinssatz von 4 % (malische Banken nehmen 15 – 20%) Zinsen.
Wenn Männer Kredite haben wollen, so müssen sie eine Frau suchen, die für sie bürgt. Es werden Kredite von 15,00 bis 460,00€ ausgegeben mit einer Laufzeit von 3–6 Monaten, das ist am Ort schon eine erhebliche Investitionssumme! Jeden Monat haben die Frauen einen Reingewinn von ca. 28,00€, am Ende eines Jahres also eine erhebliche Summe. Sie haben beschlossen, diesen Gewinn für Dorfprojekte einzusetzen – im letzten Jahr haben sie den Einsatz des Krankenwagens vom Krankenhaus in Bankass nach Gani-Dah vollständig finanziert! Die von uns gestiftete Hirsemühle arbeitet noch immer einwandfrei, zwei Arbeitsplätze für Männer sind geschaffen worden.
Männer bearbeiten und bewässern kilometerweit Land
Die Männer unseres Vereins Banikono haben im dritten Jahr hintereinander ganze Arbeit geleistet! Ausgehend von unseren Beratungen zur Milderung der Folgen des Klimawandels haben sie in 15 km Entfernung am Ufer des Sourou, eines Nebenflusses des Schwarzen Volta, kilometerweit Land urbar gemacht und für den Ackerbau eingerichtet. Bis an den Horizont wachsen hier nun Zwiebeln, Tomaten, Salat, Melonen, Reis … Sie haben zwei Generatoren in Betrieb, die Wasser vom Fluss in die Reihen mit den Jungpflanzen pumpen. Sie arbeiten in wechselnden Teams, die in einfachen Hütten am Rande der Felder übernachten können. Die Ernten nutzen sie für die eigenen Familien und verkaufen das übrige Gemüse auf den Märkten bis in 50 km Entfernung. Dadurch können sie Mikrokredite zum Ankauf von Sämereien zurückzahlen und neu investieren. Zudem stellen sie Jahr um Jahr ihre Ernährung stärker auf Gemüse um. Das ist ein ungeheurer Erfolg: Die Männer sind – anders als in den ersten Jahren unserer Projekte – wirklich ans Arbeiten gekommen! Sie organisieren sich im Rahmen des von uns gegründeten Vereins Banikono selbst und beschäftigen sich intensiv mit Bodenbeschaffenheit, Schutz vor Wasserverlust und modernen Formen des Anbaus. In den nächsten Jahren wollen sie die Anbaufläche noch vergrößern!
Der Vorsitzende des von uns in Gani-Dah gegründeten Vereins "Banikono" begutachtet die Arbeit
Intelligente Bewässerung
Die Pumpe liegt im Fluss, die Schläuche werden in die Furchen gelegt
Reiche Ernte, die auch auf Märkten verkauft werden kann
Fazit: Projekte laufen selbständig, Schulkantine braucht weitere Unterstützung
Insgesamt laufen heute all unsere Projektteile selbstständig in Eigenverantwortung. Alle Beteiligten fühlen sich verantwortlich für die ihnen übertragene Aufgabe: Die Schulaufsicht läuft einwandfrei durch das CAP in Sokoura, der Vorschulkindergarten ist einfach entzückend und sehr effektiv in der Vorbereitung der Kleinen auf die Schule, die Bibliothek ist in vorbildlichem Zustand, ebenso die Brillenstation, das Patenprogramm läuft langsam aus, es hat wunderbar seinen Zweck erfüllt: Heute ist es allen Eltern selbstverständlich, ihre Kinder in unsere Grundschule zu schicken und ihrem Wunsch, in der Sekundarschule einen Diplomabschluss zu machen, nichts mehr in den Weg zu legen!
Vor 17 Jahren haben wir mit 108 Kindern, darunter 3 Mädchen, angefangen zu arbeiten – heute sind fast 500 Kinder aus Gani-Dah und Umgebung in unseren drei Schulen, darunter 49,2 % Mädchen! Die Schülerzahl wird noch weiter steigen, da inzwischen die Kinder aus immer größeren Entfernungen an die sehr gut arbeitenden Schulen von Gani- Dah kommen. Das ist aber auch ein großes Problem: Wir brauchen eine zuverlässig arbeitende Schulkantine, da viele Kinder am Tag keine weitere als unsere Schulmahlzeit bekommen! Unicef und das World Food Program haben sich aus der Gegend zurückgezogen, da sie im Norden Malis mehr als 300000 Kriegsflüchtlinge versorgen müssen.
Wir haben die Schulkantine seit dem letzten Jahr wieder übernommen. Mit den diesjährigen Spenden können wir sie für drei weitere Schuljahre sichern! Die jungen Frauen, die schon durch unsere Schulen gelaufen sind, führen in Teams die Kantine mit Hingabe! Um 11.30 Uhr bekommen die Kleinen vom Kindergarten ihr Essen, um 12 Uhr die Schüler der Grundschule und der Sekundarschule. Bis 13 Uhr nutzen unsere Schulen und das Gesundheitszentrum die Zisterne des Wasserwerks ausschließlich für sich. Danach – so haben wir den Vertrag mit dem Dorf geschlossen – nutzen die Dorfbewohner das Wasser bis zum Sonnenuntergang.
Erneut haben wir die Nachbarschule im 4 km entfernten Dorf Kiénou ausgebaut. Das ist selbstverständliche Solidarität und verhindert jeden Neid auf die pivilegierte Situation von Gani-Dah! Heute sind dort alle Klassen mit korrekten Tischen und Bänken ausgerüstet. Zudem hat Direktor Jean-Pierre aus den Kartons, in denen die dringend notwendigen Schulbücher geliefert wurden, in liebevoller Kleinarbeit eine winzige Apotheke gebastelt. Er selbst gibt im Dorf Medikamente aus, macht Impfungen für Kleinkinder etc. Dies ist die erste medizinische Hilfe für das Dorf mit seinen ca. 2000 Einwohnern! In ihrer großen Freude haben die Lehrer auf das zerknitterte Packpapier der Pakete ihre Dankbarkeit für unsere Arbeit geschrieben und an der Wand befestigt. Noch ist dort alles ganz primitiv, aber es ist ein riesiger Fortschritt und ein enormer Motivationsschub für unsere Freunde in Kiénou!
Ich habe am Ende meines Aufenthaltes alles geprüft, alle Ausbildungen wiederholt, die Kontobücher vervollständigt, kleine Schäden repariert. Nach 17 Jahren intensiver Arbeit sehe ich, wie sehr die Bevölkerung von Gani-Dah und Umgebung die Augen geöffnet hat, den Erfolg der Kinder anerkennt, die Projekte schützt und verteidigt. Das Ausmaß an Dankbarkeit und Zuneigung kann ich nicht schildern. Wir haben die Ziele unseres Vereins mehr als erfüllt und können nun loslassen. Wir werden weiterhin Spenden annehmen für den Erhalt der Schulkantine, solange eine derartige Unsicherheit im Lande herrscht.
Die Schule von Kiénou:
Das Büro des Direktors Jean Pierre
Apotheke im Karton!
Direktor Jean Pierre impft selbst!
Tische und Stühle für die Klassen
Verein beschließt letzten Schulbau
Im Juli 2017 haben wir eine über den Fortbestand des Vereins entscheidende Jahreshauptversammlung abgehalten. Es ist folgender Beschluss gefasst worden: Die Situation in Mali wird sich in absehbarer Zeit nicht verbessern, da erfolgversprechende Maßnahmen zur Friedensförderung nicht erkennbar sind. Militärisch verschlechtert sich die Lage im Norden eher. Die Gemeinschaft in Gani-Dah schützt solidarisch die Zugänge zum Dorf und die Projekte, so dass ihr Bestand gesichert erscheint. Fünf Völker leben hier friedlich zusammen, niemand will Richtung Europa fliehen – Gani-Dah ist bislang eine Friedensinsel, deren Vorankommen für die ganze Region nachahmenswert ist. So beschließt die Mitgliederversammlung einstimmig, die Arbeit des Vereins fortzusetzen.
Als Projekt wird nach ausführlicher Diskussion der Bau eines Klassenraums geplant. Eine der Klassen der Sekundarschule muss noch immer unter einem Hirsestroh-Hangar arbeiten. Mit dem Bau dieses Raums hätte jedes der 9 Schuljahre einen eigenen Klassenraum. Damit wären all unsere Vereinsziele vollständig erreicht. Die Mitglieder beschließen, für die erforderliche Spendensumme zu arbeiten, so dass der Bau spätestens im Frühjahr 2018 durchgeführt werden kann.
Es wird einstimmig beschlossen, den Verein auch nach dieser Maßnahme weiterbestehen zu lassen, um den Bestand der Projekte zu sichern und für Notfälle gerüstet zu sein. Die 1. Vorsitzende bemüht sich, bei action medeor in Tönisvorst noch einmal eine Medikamentensendung nach Gani-Dah zu organisieren. Ein Teil dieser Sendung soll an die Schule von Kiénou gehen zur Auffüllung ihrer Apotheke.
2016
- Wasserwerk trotz prekärer Lage doch gebaut!
- Spielgeräte angekommen und Schulgarten funktioniert
- Geld des Ökumenischen Arbeitskreises Eine Welt Krefeld finanziert Mikrokredite
- Grundschule "Am Mühlberg": Afrika-Lauf bringt 1500 Euro für Nachbarschule
- Die Brillenversorgung klappt vorbildlich
- Die Patenschaften sind ein Erfolg
- Fazit 2016: Ziele der Vereinsatzung mehr als erfüllt
2016: Wasserwerk trotz unsicherer Lage doch gebaut!
Wegen drohender Attentate von Islamisten aus dem Norden, wegen der Attacken der aufständischen Peulh im ganzen Land und gefährlicher Banditengruppen, die das Vakuum nach dem Zusammenbruch staatlicher Autoritäten für räuberische Überfälle nutzen, war die Reise aus der Hauptstadt Richtung Gani-Dah auch in diesem Jahr gefährlich. Die wichtigsten Kreuzungen und Einrichtungen des Landes werden in der Region Mopti von Blauhelm-Soldaten geschützt. Sie haben meine Passagen mit dem Maschinengewehr bewacht. Aber ohne meinen "besten Freund", das Gewehr eines befreundeten Jägers, hätte ich mich in den ländlichen Bereichen doch sehr unsicher gefühlt. Besonders gewarnt haben mich die Freunde vor Motorrädern mit drei Personen darauf: Vorn der Chauffeur, in der Mitte der Mann mit dem Gewehr, hinten der Mann mit dem Sprengstoffgürtel – da habe ich mich so manches Mal hinter eine Hausecke oder einen Baum geworfen. Im Dorf hat mich meine Familie hinter einer Plane von UNHCR versteckt, um Attentätern kein Ziel zu bieten...
Umso erfolgreicher war der Aufenthalt in Gani-Dah: Das Wasserwerk über unserem Brunnen ist wider Erwarten doch gebaut worden! Unicef hat sich unserer langjährigen Anfragen und Bitten um Mithilfe angenommen. Erst kurz vor meiner Ankunft war es vollendet:
Dies löst das größte Problem der Bevölkerung, den Mangel an sauberem Wasser! Daraufhin habe ich all unsere Vorhaben für den Einsatz der Spendengelder umgeworfen und mit unserem Bauleiter neu geplant: Nun wird vorrangig eine Wasserleitung von der Zisterne aus bis zur Schule verlegt (210 m) und eine Zapfanlage aus Beton mit zwei Wasserhähnen auf dem Schulgelände installiert. Das löst auch für die Schule alle verbliebenen Schwierigkeiten: Trinkwasser für die Schüler während der Schulzeit, Wasser für die Toilettenhygiene und Bewässerung des Schulgartens, der jetzt schon wieder gut vorbereitet war für die Regenzeit.
Das Gewehr, mein "bester Freund"
Blauhelm-Soldaten beschützen die großen Pisten-Kreuzungen
Lang ist die Schlange der Wasserkanister vor dem neuen Wasserwerk
Die großen Schüler leisten Knochenarbeit für den Bau der Wasserleitung
Spielgeräte angekommen - moderne Landwirtschaft funktioniert
Kaum zu glauben, was unsere Schulgarten-Initiative bei den Bauern von Gani-Dah ausgelöst hat: Seit dem letzten Jahr haben sie am Ufer des ca. 15 km entfernten Flusses Sourou, eines Nebenflusses des Schwarzen Volta, Land urbar gemacht und Felder angelegt.
Im Wechsel arbeiten die Bauern jeden Tag hart, um die Bewässerung durch kleine Kanalsysteme zu garantieren – ein riesiger Fortschritt für das Dorf und seine Umgebung! Ganz hervorragend funktioniert der neue Vorschulkindergarten: Nachdem mit größter Mühe per Frachtschiff und LKW die großen Spielgeräte durch den Zoll bis nach Gani- Dah gekommen und fachkundig montiert worden sind, ist alles vollständig installiert. Seit Februar 2015 schon arbeitet unsere Kindergärtnerin Tabita hingebungsvoll mit 27 Vorschulkindern, über deren Fähigkeiten sich die Grundschullehrer schon jetzt wundern: Buchstaben und Zahlen werden gelernt, die ersten französischen Sätze und Lieder auswendig zitiert, es wird gemalt und musiziert, Kasperle gespielt und in Spielzonen auf Matten gebaut, in der Kuschelecke mit den Plüschtieren und Puppen geknuddelt – Eltern, Kinder und Lehrer sind begeistert, das Dorf ist stolz, einen der wenigen Kindergärten in Mali zu besitzen! Wir haben jetzt kleine Bäume gepflanzt, um den Garten zu begrünen und Schatten zu schaffen. Jedes Kindergartenkind ist für einen Baum verantwortlich und gießt ihn täglich!
Die neuen Spielgeräte sind heiß begehrt!
Die Hälfte der Zeit Spielen, die Hälfte "Schule"
Kindergärtnerin Tabita spielt Kasperle-Theater
Tabita bereitet Lernspiele vor
Geld des Ökumenischen Arbeitskreises Dritte Welt Krefeld finanziert Mikrokredite
Wir sind so stolz auf die Frauen des Vereins Jigisɛmɛ in Gani-Dah! Der Ökumenische Arbeitskreis Dritte Welt Krefeld hatte wieder einmal viel Geld gegeben, um die Selbstständigkeit der Frauen zu fördern. Die halbe Nacht haben wir diskutiert, um Einigkeit über die Verwendung des Geldes zu erzielen – es wird zur Erhöhung des Kapitals für Mikrofinanz im Dorf eingesetzt! Damit hat sich der Betrag für die Kreditvergabe an sinnvolle Projekte der Bauern so erhöht, dass wir von der ersten Bank von Gani-Dah sprechen können, die nach den Grundsätzen von Mohammed Yunus arbeitet, die wirtschaftliche Selbstständigkeit der Frauen erhöht und den Bauern durch Kleinkredite bessere Anpassung an die Veränderungen des Klimawandels ermöglicht. Wir freuen uns, dass die jungen Frauen, die nach der Grundschulausbildung in Gani-Dah geblieben sind, jetzt schon eine Mehrheit in diesem Verein bilden. Ihre Fähigkeiten werden die Tätigkeiten des Vereins beleben!
Grundschule "Am Mühlberg": Afrika-Lauf bringt 1500 Euro für Nachbarschule
Hauptanliegen unseres Partners in Sachsen-Anhalt, der Grundschule "Am Mühlberg" in Hohenthurm bei Landsberg, war es, diesmal mit dem jährlichen Afrika-Lauf die Nachbarschule von Gani-Dah, die noch kaum ausgebaut ist, großzügig zu unterstützen. 4 km ist die Schule von Kiénou entfernt, wir sind enge Partner, die Lehrer bereiten sich in unserer Bibliothek vor, wir feiern Fußballturniere zusammen … Es gab so gut wie nichts in dieser Schule, die meisten Tische sind Bretter auf Lehmbrocken aufgebockt – überglücklich waren der Direktor und seine beiden Lehrkräfte für die 6 Schulklassen! Akribisch haben Eltern- und Schülerrat und die Lehrer aufgeschrieben, was für 1.500 € alles angeschafft werden kann: ausreichend Tische, Stühle, Hefte, Stifte, Materialien jeder Art und Bücher für alle Klassen, und von einer verbliebenen Summe hat der Direktor in seinem Büro eine kleine Gesundheitsstation für die Schule und das ganze Dorf einrichten können! Die Dankbarkeit des Dorfes lässt sich gar nicht schildern...
Die Brillenversorgung klappt vorbildlich
Unsere Brillensammlung wird hervorragend von Pfleger Souleimane geführt. So gut wie alle Bewohner von Gani-Dah, die Hilfe brauchen, lassen inzwischen die Sehstärke professionell in der Kreisstadt Bankass bei einem Optiker im Krankenhaus prüfen und kehren zurück mit einer Anweisung für eine Brille – sie kosten in der Stadt etwa 50 €, unbezahlbar! Der Pfleger gibt dann in unserer Station kostenlos die passende Brille aus. Nur ein alter Bauer hat noch unseren Test mit den optischen Zeichen gemacht, er hatte kein Geld für das Fahrzeug nach Bankass. Auch ihm konnte geholfen werden!
Die Patenschaften sind ein Erfolg
Unsere Patenschaften waren über all die Jahre ein riesiger Erfolg! Zahlreiche Kinder konnten in Ruhe zur Schule gehen, die sonst niemals eine Chance gehabt hätten. Wir haben den Eltern den Anstoß gegeben, jedes Kind unabhängig von seiner sozialen Situation in die Schule zu schicken – das waren zahllose Gespräche in den ersten Jahren und dann die Erfolge der Kinder, die die Eltern überzeugt haben, dass die Zukunft in Bildung und Ausbildung liegt. Im Sommer letzten Jahres hat der erste Jahrgang Klasse 9 die Prüfungen für das DEF, den qualifizierten Schulabschluss der Grundbildung, absolviert – ALLE Schüler haben bestanden, das ist einmalig in der ganzen Region! Und nicht nur das: Etliche ehemalige Schüler sind nun in Ausbildung bzw. im Studium! Den Patenkindern in der Grundschule und der Sekundarstufe geht es durchweg gut. Sie haben sich wie immer über die Briefe ihrer Pateneltern sehr gefreut! Da sind richtige Freundschaften unter den Kindern der Familien entstanden!
Fazit 2016: Ziele der Vereinssatzung mehr als erfüllt
Unsere Initiative hat ihren Zweck, die Einsicht in die Notwendigkeit von Schulausbildung, vollkommen erfüllt. Da die Situation der Flüchtlinge im Norden von Mali immer noch sehr angespannt ist, hat sich das World Food Program von der Führung der Schulkantinen in der Gegend von Gani-Dah zurückgezogen. Das restliche Geld unserer Spendensumme habe ich daher für die Schulkantine gegeben. Bis zu den Sommerferien wird es reichen, um besonders den auswärtigen Schülern täglich eine Mahlzeit mit den Solarkochern zuzubereiten. Danach müssen wir weitersehen... Der Abschied von Mali fällt wie immer schwer...
Mit dem Bau der Wasserleitung auf das Schulgelände haben wir über 16 Jahre konsequenter Arbeit die Ziele unserer Vereinssatzung mehr als erfüllt! Die grundsätzlichen Probleme der Region sind alle netzwerkartig angegangen worden. Die Bevölkerung ist glücklich über die Projekte und fühlt sich für alle Maßnahmen und Objekte verantwortlich. Etliche Bewohner sind ausgebildet worden, um Sicherheit und Erhaltung der Objekte zu gewährleisten. Unsere Projekte haben wichtige Initiativen bei der Dorfbevölkerung ausgelöst, die geeignet sind, sie auf eigene Füße zu stellen und die Lebensumstände deutlich zu verbessern. In der Jahresmitgliederversammlung 2016 im Juni werden wir beschließen, in welcher Form die Projekte des Vereins weitergeführt werden.
Weitere Eindrücke
Solarenergie treibt zuverlässig die Pumpe des Wasserwerks an
Solarkocher für die Schulkantine
Kleine Bäume werden gepflanzt, um den Garten des Kinderhorts zu begründen
Die Frauen beschließen eine Erhöhung für Mikrofinanz-Kredite im Dorf
Der Zustand in Kiénou, bevor die neuen Tische und Stühle kamen
Die kleine Bibliothek konnte wieder etwas aufgefüllt werden.
2015
- Die Lage: angespannte Ruhe, aber es wird verhandelt
- Nach Monaten gab der Zoll die Spielgeräte frei
- 22 Umzugskartons mit nie gesehenem Spielzeug löst Freude aus
- Vorfreude auf die Eröffnung der Vorschule
- Weitere 50 Bücher für die Bibliothek
- Schule für Kinder im Grundschulalter eingerichtet, die früher abbrechen mussten
- Fazit: Wieder haben wir viel erreicht!
Die Lage: angespannte Ruhe, aber es wird verhandelt
Die Lage in Mali scheint heute sicherer. Alle politischen Gruppierungen des Nordens wie der Zentralregierung haben sich vor Monaten schon in Algier/Algerien zusammengefunden, um einen Friedensplan zu verhandeln. Es herrscht die angespannte Ruhe der Unsicherheit: Noch sind keine Touristen im Lande, das größte Hotel von Bamako ist zum Hauptquartier der MINUSMA geworden, der "United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission" in Mali; man sieht keine Weißen außerhalb der Hauptstadt … Auch war die letzte Ernte nicht gut, es gibt keine Arbeitsplätze, die Not ist groß, vielfach macht sich Resignation breit - auch aus Mali versuchen viele Flüchtlinge den Weg über das Mittelmeer zu schaffen. Zwei Tage nach meiner Rückkehr gab es in meinem Viertel in Bamako ein Attentat mit drei toten Weißen ...
Umso größer war die Freude in Gani-Dah über mein erneutes Erscheinen! Wichtigste Aufgabe war, den Vorschulkindergarten einzurichten, eine Kindergärtnerin zu finden und sie auszubilden. Über große Sammlungen engagierter Eltern verschiedener Schulen und etlicher Arbeitsgruppen in Deutschland war eine Menge sehr guter Spielsachen und geeignetes didaktisches Spielzeug zusammengekommen und mit Hilfe eines Freundes über Land nach Mali transportiert worden.
Nach Monaten gab der Zoll die Spielgeräte frei
Sehr viel schwieriger war es, den Transport der großen Spielgeräte für das Außengelände zu organisieren! Nach Monaten vielfältiger Versuche ergab sich der Transport mit LKW, Containerschiff nach Dakar und LKW nach Bamako. Dann galt es die zahlreichen Zollformalitäten beizubringen – kurz: Jetzt, Ende Mai, ist die Ladung freigegeben und kann Richtung Gani-Dah transportiert werden, wo die Geräte von unserem bewährten Bauleiter Kassim Coulibaly in nächster Zeit auf dem Gelände montiert werden! Dann erst ist alles fertig ...
22 Umzugskartons mit nie gesehenem Spielzeug löst Freude aus
Aber schon die Einrichtung des Gebäudes mit dem Inhalt der 22 Umzugskartons und die Ausbildung von Tabita Togo, unserer Leiterin des Vorschulkindergartens, hat die Bevölkerung von Gani-Dah in große Spannung versetzt – und so haben wir eine sensationelle Eröffnungsfeier veranstalten können! Männer und Frauen, die solches Spielzeug noch nie gesehen haben, hockten auf den Knien und spielten wie hier unsere Lehrer … und wenn jemand ein kleines Puzzle geschafft hatte, gab es Triumphgeheul!
Vorfreude auf die Eröffnung der école maternelle
Alle freuen sich auf die offizielle Eröffnung der Vorschule durch die Behörden zum neuen Schuljahr im September! Dann wird auch der Spielplatz im Garten fertig sein … Neben dieser Arbeit an Einrichtung und Ausbildung wurden die Brillensammlung ergänzt, viele Fehlsichtige mit passenden Brillen ausgestattet, die 50 Patenkinder betreut, die neue Entbindungsstation eingerichtet, die erneute Medikamentenspende von action medeor aufgenommen und verteilt, das Pflegepersonal an den mitgebrachten Blutdruckmessgeräten und modernen Thermometern ausgebildet. Alle Geräte wurden überprüft und repariert.
Weitere 50 Bücher für die Bibliothek
Die Bibliothek konnte erneut mit ca. 50 Büchern aufgefüllt werden. Inzwischen ist staatlicherseits die Bibliothek überprüft, für sehr gut befunden und in das nationale Register aufgenommen worden – die Bevölkerung ist so stolz!
Schule für Kinder im Grundschulalter eingerichtet, die früher abbrechen mussten
Der Innenhof des Schulgeländes ist sorgfältig vorbereitet für die Aussaat im Juni – hoffen wir, dass die Regenfälle in diesem Jahr regelmäßiger kommen und die Ernte des Schulgartens diesmal besser ausfällt! Wir betrachten es als großen Fortschritt, dass die Lehrer gegenüber unserem Schulgelände eine sogenannte passerelle eingerichtet haben – eine Schule für die Kinder im Grundschulalter, die nie zur Schule gegangen sind bzw. die Schullaufbahn abgebrochen haben. Ein Jahr lang werden die Kinder dort auf Schule wieder vorbereitet. Bestehen sie diese Vorbereitung, werden sie ins 3. Schuljahr unserer Schule übernommen – eine sinnvolle Maßnahme für die Zukunft dieser Kinder!
Fazit: Wieder haben wir viel erreicht!
Die erste Gruppe von 30 Vorschulkindern ist ausgewählt und wartet … Mit der Fertigstellung des ummauerten Bildungskomplexes von Gani-Dah – Vorschulkindergarten, Grundschule, Sekundarstufe und Bibliothek – haben wir unsere Vereinssatzung erfüllt – weitere Aktivitäten sind zu diskutieren! Letzte Meldung, 18. 6.: Die Montage der zwei Außenspielgeräte für das Kindergartengelände ist fertig! Nach 9 Monaten Arbeit ist jetzt der Schulkomplex in Gani-Dah wirklich vollendet!
Ankunft der Schulbänke und Spielsachen
Freude auch bei der Lehrerin
Im Kasperltheater können Rollenspiele trainiert werden
Die Spielsachen sind der Hit
Die Schule erstrahlt in fröhlichen Farben
Der ganze Schulkomplex ist fertig.
2014
- Die Lage: Schlechte Ernten und Unruhen
- Neue Organisation des Unterrichts wirkt sich auf Gani-Dah aus
- Die Schule kann ihre Arbeit fortsetzen
- Neue Lehrer sind beeindruckt von guter Ausstattung
- Die 51 Patenkindern sind wohlauf
- Der Vorschulkindergarten ist fertig!
- Klimawandel macht sich bemerkbar
Die Lage: Schlechte Ernten und Unruhen
Das Dorf Gani-Dah im Jahre 2 des Militärputsches und der kriegerischen Unruhen: etliche geflohene Familien, eine ähnlich schlechte Ernte wie in 2012, gefährliche Unruhen durch brutale Überfälle von Banditen und sogar von marodierenden Gendarmen, Misstrauen gegenüber Fremden, miserable Wirtschaftslage, Erschöpfung und Resignation - das ist die Lage. Und da weckt die einzige Weiße, die für knapp 2 Monate in diese abgelegene Gegend zurückkommt, um nach einem Jahr Pause trotz eines gewissen Risikos die Projekte fortzusetzen, große Hoffnung und Initiative!
Neue Organisation des Unterrichts wirkt sich auf Gani-Dah aus
Vieles hat sich in der Zwischenzeit geändert: Im Gemeindeort Sokoura ist von der neuen Regierung in Bamako ein CAP (Centre d'Animation Pédagogique) als regionale Bildungsbehörde eingerichtet worden, die der Kontrolle aller Bildungseinrichtungen der Region und der Fortbildung der Lehrer dient. Unser Direktor Haidara ist Ressortleiter für den Bereich Grundschule geworden. Der Schule in Gani-Dah ist daher ein neuer Direktor zugewiesen worden. Herr Emmanuel Togo ist sofort bereit gewesen, in Zukunft unsere Projektarbeit in der Schule und der Bibliothek während unserer Abwesenheit zu leiten. Regionale Kontrolle und Fortbildung durch das CAP kommt unseren Bemühungen in Gani-Dah sehr zugute, Herr Haidara kennt die Verhältnisse genau. Er bleibt Mitglied im Vorstand des örtlichen Vereins Banikono und hat weiterhin Zugang zu unserem Konto in Mopti. So erscheint uns unsere Investition in einen umfassenden Bildungskomplex in Gani-Dah dauerhaft in besten Händen!
Die Schule kann ihre Arbeit fortsetzen
Die 2010 gebaute Grundschule läuft – gemessen an malischen Verhältnissen – gut. Derzeit sind 246 Kinder in der Grundschule, davon 110 Mädchen, und 104 Jugendliche besuchen die Sekundarstufe I (Second Cycle, Klassen 7 - 9), die derzeit noch in zwei Räumen und einem Hangar in der alten Grundschule untergebracht ist, bis der Staat Mali ein eigenes Gebäude bauen kann. In diesem Sommer werden die ersten Grundschüler, unter denen ein gewichtiger Anteil von deutschen Paten gefördert wird, ihren Abschluss machen: DEF, das Diplôme d’Education Fondamentale, mit dem sie alle Chancen auf den Besuch eines Gymnasiums oder einer Ausbildungsstätte haben – ein großer Fortschritt für Gani-Dah!
Die Schulkantine, die wir seit 2006 geführt haben, ist in diesem Schuljahr 2013/2014 vom PAM (Programme Alimentaire Mondial) übernommen worden. Die Solarkocher – wie auch die Lampen – werden weiterhin genutzt. Das PAM hat in Gani-Dah neben dem Gesundheitszentrum ein hochgesichertes kleines Gebäude gebaut, in dem die Nahrungsmittelspenden für das Dorf, Reis, Mais und Hirse, gelagert werden.
Neue Lehrer sind beeindruckt von guter Ausstattung
Einige Lehrer sind neu in Gani-Dah, sie sind nach ausführlicher Information über unsere Projekte sehr engagiert bei der Arbeit. Wir konnten die erste Grundschullehrerin begrüßen, die in diesem Schuljahr ihre Arbeit aufgenommen hat. Sie wird sich besonders um die Belange der Schülerinnen kümmern können – damit ist für uns ein wichtiges pädagogisches Ziel erreicht! Noch immer fehlen zwei Lehrkräfte für die Grundschule – aber das ist angesichts der Lage des Landes nicht erstaunlich. Der Schule von Gani-Dah geht es – laut Auskunft des CAP – sehr viel besser als den meisten Schulen des Landes! Die Bibliothek ist grundgereinigt und mit vielen neuen Büchern für Lehrer und Schüler und mit neuen Metallregalen – ungenießbar für die Termiten! – ausgestattet worden. Die Lehrer sind begeistert von Lexika und kindgerechten Lehrbüchern für Geschichte, Geographie und Naturwissenschaften. Wir danken unseren Freunden von Milomali in Le Raincy bei Paris für ihre treue Unterstützung unserer Projekte!
Neue Medikamente und Brillen
Das CeScom (Centre de Santé communal), unsere Gesundheitsstation, konnte im Bereich der Apotheke und der Brillensammlung erweitert werden. Wir haben action medeor um eine neue Medikamentensendung gebeten, um die Apotheke nach den Zeiten schwerer Infektionen und Mangelernährung in Gani-Dah wieder aufzufüllen. Pfleger Soulo kümmert sich hingebungsvoll um Vorsorge und Therapie der ganzen Bevölkerung. Wir haben bei etlichen Impfaktionen geholfen. In aufreibender Arbeit ist die von Termiten stark angefressene Brillensammlung gereinigt und neu geordnet worden. Nach anstrengender Reise durch das Land konnte ein Metallschrank hergestellt und nach Gani- Dah transportiert werden, der die Sammlung von ca. 1000 Brillen langfristig schützen wird. Wir danken unseren langjährigen Spendern in den Stationen des Marien-Hospitals in Mülheim/Ruhr. Wir haben wieder zahlreichen Menschen mit passenden Brillen helfen können! Mehrfach vorhandene Maße aus den neuen Paketsendungen der Universität Landau und den Optikern der Region haben wir an die Gemeinde Sokoura weitergegeben und dort eine eigene kleine Brillenstation eingerichtet. Der dortige Pfleger ist für die Tests ausgebildet. Wir danken allen beteiligten Optikern und Universitätsangehörigen!
Die 51 Patenkindern sind wohlauf
Den jetzt 51 Patenkindern deutscher Eltern geht es gut. Sie haben sich so über meine Rückkehr gefreut! Mit Begeisterung haben sie Briefe an ihre Freunde in deutschen Grundschulen geschrieben. Da einige dieser Kinder nach der Flucht der Familien nicht wieder zur Schule zurückgekehrt sind, wurden an ihrer Stelle neue, besonders bedürftige Kinder eingesetzt. Mit großem Engagement haben die deutschen Pateneltern für zwei Jahre Beitrag geleistet, um die in den Unruhen entstandenen Mängel ausgleichen zu können ...
Der Vorschulkindergarten ist fertig!
Kern der diesjährigen Projektarbeit war der Bau eines Vorschulkindergartens in Gani-Dah für die Kinder von 5 Jahren bis zur Einschulung. Nach der Klärung der amtlichen Vorgaben (Überschreibung meines Grundstücks in Gani-Dah, Genehmigung einer von der Kommune bezahlten Kindergärtnerin etc.) wurde der Bau, gut vorbereitet mit unserem beim Schulbau bewährten Bauleiter Kassim Coulibaly, mit Hilfe etlicher Männer aus dem Dorf in 8 Wochen fertiggestellt. Die Einrichtung mit Bänken, Tischen, Tafel und Metallschrank ist fertig. Die Dorfbewohner waren begeistert und haben ein Fußballturnier der Schüler, der Lehrer und der Dorfbewohner organisiert. Nach meiner Rückkehr Ende März habe ich all unsere Projektpartner an deutschen Schulen gebeten, geeignetes Spielzeug zu sammeln. Lernmittel werden gesondert gekauft. Die gesamte Sammlung wird im September mit dem Lastwagen eines Freundes nach Gani-Dah überführt. Anfang Oktober zum Beginn des Schuljahrs wird unser Kindergarten von den Behörden offiziell eingeweiht. Alle Beteiligten sind sehr stolz: Es ist der erste Kindergarten der gesamten Region!
Klimawandel macht sich bemerkbar
Nach intensiven Gesprächen mit allen Gruppen der Bevölkerung, den Männern, den Frauen, den Lehrern ist deutlich geworden: Die Region ist stark von Klimaveränderungen betroffen. Die Regenzeit ist kürzer und unregelmäßiger geworden, Hitze und Staub haben zugenommen, die Bauern haben kaum die Mittel, sich durch den Kauf angepasster Sämereien und neuer Agrartechnik den Veränderungen zu stellen. Das Problem der Wasserversorgung ist vorrangig! Nach Verhandlungen mit der regionalen Arbeitsstelle von World Vision in Sokoura konnte vereinbart werden, gemeinsam in 2015 ein Wasserwerk über unserem Brunnen zu planen und zu bauen. Die Trinkwasserversorgung wird verbessert und der Schulgarten kann dann über eine Wasserleitung bewässert werden. Neben all diesen Fortschritten in den Projekten – das Entscheidende ist, wie immer, das Vertrauen der Menschen von Gani-Dah, eine Freundschaft, die für uns alle den Horizont erweitert!
Weitere Eindrücke
Die Sonnenkollektor-Kocher sind weiterhin im Einsatz
Fußball-Trikots und gute Bälle: Trotz schlechter Lage erfahren die Kinder ein Stück Normalität
Die Ausstattung sieht bescheiden aus, ist für die Verhältnisse in Mali aber ein großer Fortschritt
Der Brillenschrank ist neu sortiert
M. S. Haidara und ich, wir sind ein tolles Team!
... dank gut gefüllter Lager durch internationale Spenden.
Der Bau des Vorschulkindergartens beginnt mit dem Herstellen von Ziegeln...
...und steht bald im Rohabau...
...bis zur fröhlichen Bemalung.
2013
- Zwangspause
Unruhen zwingen zum Stillstand
Durch die kriegerischen Auseinander-setzungen im Norden Malis und die politischen Unruhen im ganzen Land wie in den Nachbarländern seit März 2012 war eine Fortsetzung unserer Projekte im Jahr 2013 nicht möglich, weil viel zu gefährlich. Gottseidank sind unsere Projektanlagen nicht zerstört worden. Wir haben nun beschlossen, ab Februar 2014 unsere Arbeit fortzusetzen und mit dem Bau eines Kindergartens, der Einrichtung von Alphabetisierungskursen für Erwachsene und von Ausbildungsstipendien für die besten Absolventen des 2nd Cycle (Sekundarstufe I) die Vereinsziele der Förderung von Grundbildung und Ausbildung in der Region von Gani-Dah zu vervollständigen.
Februar / März 2012
- Der neue Schulkomplex ist eingeweiht
- Sekundarstufe I ist eine Aufwertung des Dorfes
- Der neue Motorpflug ist der ganze Stolz
- Eröffnung der Bibliothek war ein Ereignis
- Fußball für die Bibliothek
- Den Patenkindern geht es gut
- Projektplanung: Lehrer wünschen Vorschule
Der neue Schulkomplex ist eingeweiht
Mit einer großen Feier in Anwesenheit von hochrangigen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen des Kreises und vieler Gäste aus den umliegenden Dörfern ist Mitte Februar der neue Schulkomplex in Gani-Dah offiziell eingeweiht worden. Die Reden der Honoratioren, Reiterspiele, Tänze der Jäger und der Frauen und Musik mit den alten Instrumenten der Umgebung gaben der Veranstaltung einen grandiosen Rahmen. Die Leistung von Gani-Dah e.V. für die Entwicklung des Dorfes und seiner weiteren Umgebung ist in den zahlreichen Grußworten gewürdigt worden. Die kommunale Gesundheitsstation, die Bibliothek, die neue Grundschule und die renovierte alte Grundschule sind damit ihrer Bestimmung übergeben. Alle Gebäude haben die Bewunderung der Gäste hervorgerufen. Auch die Frauen haben in kleinen Gruppen ihre Schwellenangst überwunden und haben mit großem Interesse in den Büchern geblättert. Noch nie haben sie in einem Atlas den Kontinent und ihr Heimatland dargestellt gesehen! Allgemein bewundert wurden die neuen Klassen mit den großen Tischen für moderne Gruppenarbeit.
Ein toller Empfang für uns!
Das offizielle Schild wird angebracht!
Eröffnung der Gesundheitsstation mitunseren Studentinnen der Uni Landau
Sekundarstufe I ist eine starke Aufwertung des Dorfes
Da eine neue Schule gebaut worden ist, hat die staatliche Behörde dem Dorf auch die Sekundarstufe I zugewiesen - ein riesiger Fortschritt für die ganze Gegend! Jetzt können die Kinder von Gani-Dah und der weiteren Umgebung ihre gesamte Schullaufbahn im Ort durchlaufen. Die Dorfbewohner sind sehr stolz! Wir haben mit dem Ankauf eines Motorpflugs, der mit drei Geräten für die Bearbeitung des steinharten Bodens zu jeder Jahreszeit ausgerüstet ist, die Einrichtung der Schulgärten eingeleitet.
Der neue Motorpflug ist der ganze Stolz
Wir haben mit dem Ankauf eines Motorpflugs, der mit drei Geräten für die Bearbeitung des steinharten Bodens zu jeder Jahreszeit ausgerüstet ist, die Einrichtung der Schulgärten eingeleitet. Die Bauern sind unglaublich stolz auf diese Errungenschaft, die die Knochenarbeit mit der einfachen Hacke so sehr erleichtern kann! Der Motorpflug kann an alle Bauern des Dorfes gegen eine Gebühr verliehen werden - so könnte sich unser Projektverein Banikono eines Tages die Kosten für die Schulkantine selbst erwirtschaften.
Eröffnung der Bibliothek war ein Ereignis
Die Eröffnung der Bibliothek für Schüler und Lehrer war ein anrührendes Erlebnis. Die Schüler sollen ihre Bibliothek selbst leiten, und so haben wir Teams des 5. und 6. Schuljahrs am Katalog und an den Regalen eingewiesen und sie haben ihre Aufgabe sehr ernst genommen. Am ersten Tag der Eröffnung sind Schülerinnen, Schüler und etliche Lehrer gekommen und haben mit hoher Konzentration - manch einer noch mit dem Finger unter den Wörtern - stundenlang ohne Unterbrechung gelesen... Natürlich müssen wir noch sehr viele Bücher anschaffen, um die Regale wirklich zu füllen - Aufgabe der nächsten Jahre! Die Schulkantine mit jetzt fünf Solarkochern arbeitet regelmäßig mit Müttern, z.T. ehemaligen Schülerinnen der Schule. Wir haben neue Solarlampen mitgebracht, so dass ab sofort abends in den Klassenräumen die Alphabetisierungskurse beginnen können. Einer der Grundschullehrer wird die Kurse leiten. Es gibt schon eine lange Liste von Interessenten, Männern wie Frauen.
Fußball und Bibliothek - auch für Mädchen!
Auch dieses Mal bin ich mit zwei Studentinnen der Universität Landau nach Gani-Dah gekommen. Marie hat ihr Praktikum in der Schule absolviert und in allen Klassen arbeiten können. Tanja hat die Bibliothek fertig eingerichtet, einen Katalog erstellt und die Eröffnung für die Schüler und Lehrer eingeleitet. Sie hat eine Mädchenfußballmannschaft gegründet, die mit den aus meinem Heimatort gespendeten Trikots und Bällen mit Begeisterung gelernt und erfolgreich ein kleines Turnier gegen die Mannschaft der Nachbarschule durchgestanden!
Den Patenkindern geht es gut
Den nun schon 49 von deutschen Eltern betreuten mittellosen Schulkindern in Patenschaften geht es durchweg gut. Sie sind gesund, sie gehen regelmäßig zur Schule und haben zum Teil erstaunliche Leistungsschübe hinter sich... Aber auch dann, wenn ein Kind ein Schuljahr mal nicht schafft, ist ein Wiederholungsjahr garantiert. Die Pateneltern haben sich schon überwiegend bereit erklärt, die Förderung auch für die neue eingerichtete Sekundarstufe I fortzuführen. Wir danken action medeor e.V. aus Tönisvorst, die uns wieder einmal mit einer großzügigen Medikamentenspende versorgt hat. Hunderten von Kindern und Erwachsenen konnte geholfen werden. Pfleger Souleymane führt akribisch Buch über die Ausgabe der Heilmittel...
Projektplanung: Lehrer wünschen Vorschule
Wir haben mit Lehrern und Dorfbewohnern Perspektiven für 2013 diskutiert: Die Lehrer wünschen sich die Einrichtung einer Vorschule, in der die Kleinen auf das Leben und Lernen in der Schule vorbereitet werden können. Ein Grundstück ist vorhanden.
Wenn die Schullaufbahn mit der Sekundarstufe I jetzt im Ort absolviert werden kann, müsste man an eine Ausbildungsstätte für die Jugendlichen denken, damit sie eine Zukunft im Ort haben und das Land nicht wie so viele andere verlassen müssen. Wir denken an eine Werkstatt für Solarlampen und Solarkocher, die heiß begehrt sind in der Gegend...
Fluchtartiger Aufbruch
So erfolgreich unser Projektaufenthalt in Gani-Dah auch war - es gab ein Ende mit Schrecken, denn Tanja, Marie und ich sind bei der Rückkehr in die Hauptstadt Bamako in den Staatsstreich des Militärs geraten. Tagelang wurde mit Gewehren und schwerem Geschütz auch in unserem Viertel gekämpft. Der Wagen der Nonnen in unserer Missionsstation ist zerschossen worden... Wir haben am Abend vor der drohenden Schließung der Grenzen und des Flughafens noch das Land verlassen können. Unsere Angehörigen waren in heller Aufregung, da es keinerlei Telefonverbindung mehr gab ... Die Lage in Mali ist sehr gefährlich, ein Bürgerkrieg droht. Wir hoffen, dass unsere Projekte in Gani-Dah von Unruhen verschont bleiben! Für die weitere Planung in 2013 müssen wir die Entwicklung abwarten...
Weitere Eindrücke
Die Einweihung der Schule war ein Staatsakt,...
...bei dem die Fahne gehisst wurde.
Die Solarkocher setzen sich trotz Bedenken durch.
Die Bibliothek hat große Neugierde ausgelöst...
Frauen betrachten Bilder der Entwicklung
Wir haben ein Plastikmüll-Projekt in der Schule initiiert - einmal pro Woche sammeln die Schüler in Säcken allen Plastikmüll im Dorf und auf den Feldern ein. Im Moment bleibt uns nur die Möglichkeit, ihn zu verbrennen.
2011
- Die Ummauerung ist vollendet!
- Was sonst noch alles fertig geworden ist
- Weitere Planungen
Die Ummauerung ist vollendet!
Es ist vollbracht! Das Projekt ist vollendet mit dem Bau einer 450 m langen und 1,40 m hohen Mauer um das gesamte Gelände. Diese Mauer schützt die Bauten in der Regenzeit vor den Strömen des über die Ufer tretenden Nebenarms der Schwarzen Volta, vor den gefräßigen Tieren, die alle Neuanpflanzungen vernichten würden, und - vor Diebstahl. Alle Bauten sind dem örtlichen Verein Banikono übergeben worden. Anfang Oktober sind die drei Klassen im neuen Schulgebäude bezogen worden - Lehrer, Schüler und Eltern sind sehr stolz! Das alte Gebäude ist wie neu, die Bibliothek hat Begeisterung ausgelöst.
Was sonst noch alles fertig geworden ist
Mit einer Vereinssitzung von Banikono und einer Einführung der 4.-6. Schuljahre ist die Bibliothek eröffnet worden. Durch eine Ummauerung ist unser Brunnen nun vor Sandverwehungen geschützt. Trotz dieser umfangreichen Maßnahmen haben wir unsere laufenden Projekte nicht vernachlässigt:
- Weitere Bücher, Solarlampen und Solarkocher mit Töpfen wurden angeschafft
- die Schulkantine wurde finanziert, die Zahl der Patenschaften erweitert auf jetzt 46 Kinder.
- Unser Pfleger Hassana - bester Studierender seiner Fachschule in Bamako - hat gerade mit Abschluss der Prüfungen sein Diplom erworben und wird im Herbst in Gani-Dah die Leitung der kommunalen Gesundheitsstation übernehmen.
- Noch einmal sind die Brillenstationen erweitert worden.
Der Zulauf in den Stationen von Gani-Dah und Sokoura ist enorm.
Foto: Die Schülerinnen und Schüler schreiben Briefe an ihre deutschen Partnerklassen
Weitere Planungen
Da wir jetzt ein geschütztes Gelände haben, werden wir im nächsten Jahr mit der Anlage der Schulgärten beginnen. Der Boden muss vorbereitet, die Wasserversorgung gesichert werden. Mit geeignetem Unterrichtsmaterial wird diese Arbeit Teil der Ausbildung der Schulkinder sein, damit sie sich an den ökologischen Anbau von Gemüse und die Nutzung der Solarenergie gewöhnen. Aber zunächst planen wir für Anfang 2012 ein erstes Kulturfestival für Gani-Dah und seine ganze Umgebung: Mit Theaterstücken, Rezitationen, Tanz und Gesang und einem Fußballturnier unter allen umliegenden Schulen werden Bibliothek und Schule zünftig eingeweiht!
Schulgebäude und ...
.... Bibliothek ...
... endlich stabil gebaut!
2010
- In diesem Jahr läuft alles zusammen
- Patenschaften gesucht
- Hassana Tolofoudié kurz vor Abschluss der Krankenpflegeausbildung
- Frauen finanzieren sich eine Hirsemühle
- Erwachsene wollen Alphabetisierungskurs
In diesem Jahr läuft alles zusammen
2010 war unser bisher größtes Jahr in Gani-Dah:
- Wir haben mit einem sehr zuverlässigen Unternehmen eine Schule und eine Dorfbibliothek gebaut.
- Wir haben die marode alte Schule grundrenoviert und den Brunnen mit einer Mauer gegen Sand geschützt. Jetzt hat jede Klasse einen eigenen Raum, das halbiert schon fast die Schülerzahlen pro Klasse.
- Wir haben Bücher, Solarlampen und weitere Solarkocher angeschafft, um die wachsende Schülerzahl zu versorgen.
- Wir haben die Klassenräume mit Möbeln eingerichtet, die eine moderne Pädagogik wie etwa Gruppenarbeit ermöglichen.
- Die Bibliothek soll in den nächsten Jahren mit Büchern, Ausstellungen und Aufführungen aller Art für die ganze Umgebung zu einem kleinen Kulturzentrum ausgebaut werden.
Die Arbeit an der Grundschule von Gani-Dah hat große Erfolge gezeitigt: Sie ist jetzt von den Abschlussprüfungen der Schüler her die drittbeste Schule des Bezirks mit über 90 Schulen. Bei einem Wettbewerb unter über 300 Schülern der Region haben die Schüler von Gani-Dah ausgezeichnete Leistungen erbracht. Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis unserer Arbeit!
Bild: Gemeinsam pflanzen wir einen Baum
Patenschaften gesucht
Den Neubau eines so großen Schulgebäudes konnten wir nur stemmen mit Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Wir danken für die Unterstützung dieses Projekts mit 75 % der Kosten für Bau und Einrichtung. Um möglichst allen Kindern den Besuch der Schule zu ermöglichen, haben wir uns um die Erweiterung der Patenschaften bemüht. 41 Kinder haben jetzt schon deutsche Paten gefunden, die ihnen mit 120,00 € im Jahr den Schulbesuch garantieren.
Hassana Tolofoudié kurz vor Abschluss der Krankenpflege-ausbildung
Unser Pfleger Hassana Tolofoudié ist im letzten Jahr seiner Ausbildung in Bamako. Im Herbst 2011 wird er seinen Dienst als diplomierter Krankenpfleger in Gani-Dah antreten. Er ist so stolz - er ist jetzt der beste Schüler der Ausbildungsschule! Wir haben unsere Brillenaktionen durch das Engagement der Universität Landau und der Optiker der ganzen Umgebung fortsetzen und entscheidend erweitern können durch die Einrichtung einer zweiten Brillenstation in der Gemeinde Sokoura. Wir haben so vielen Menschen damit helfen können! Wir werden diese Aktionen konsequent fortführen.
Frauen finanzieren sich die zweite Hirsemühle
Die Frauen von Jigiseme haben mit ihrer Hirsemühle einen ungeheuren Erfolg gehabt. Sie haben aus eigenen Mitteln Betrieb und Wartung der Maschine finanzieren können, haben zwei Arbeitsplätze für Mechaniker eingerichtet und eine zweite Maschine gekauft. 29 Frauen sind jetzt schon der Mikrofinanz angeschlossen! Wir planen die Einrichtung einer Mikrofinanz-Dorfbank, um diese Aktivitäten auf eigene Füße zu stellen.
Banikono: Erwachsene wollen Alphabetisierungskurs
Die Frauen und etliche Männer von Banikono wollen nun endlich auch lesen und schreiben lernen. Sie haben gesehen, dass man planen, schreiben und abrechnen muss. Im neuen Jahr wollen wir einen ersten Alphabetisierungskurs in der Bibiothek einrichten! Diese Männer haben wochenlang hingebungsvoll bei über 50° Hitze beim Bau der Schule mitgeholfen. Sie sind stolz - sie haben "ihre" Schule gebaut!
Im neuen Jahr müssen wir eine Mauer um das gesamte Gelände bauen, damit wir geschützte Gemüsegärten anlegen können. Dafür brauchen wir jede Hilfe! Bitte helfen Sie mit einer Spende auf unser Konto:
Die neuen Solarkocher funktionieren einandfrei...
...die neue Schule hat ihren Betrieb aufgenommen.
Die neue Hirse-Mühle ist der Stolz des Dorfes.
Jeder lässt jetzt hier seine Hirse mahlen.
Davor wurde sie vielfach noch Stein auf Stein gemahlen, eine Sklavenarbeit!
2009
- Optiker aus Landau sammeln und reparieren Brillen
- Freunde im St-Marien-Hospital in Mülheim/Ruhr werben Ausbildungsgeld für Pfleger ein
- Geld für Patenschaften ordnungsgemäß verwendet
- Bücher im Wert von 500 Euro angeschafft
- Die Frauen organisieren sich zweite Hirsemühle und Alphabeti-sierungskurse
- Bau des neuen Schulgebäudes kurz vor Start
- Milomali-Freunde helfen beim Aufbau der Bibliothek
- Landau: Studentinnen der Pädagogik machen Praktikum in Gani-Dah
- Action medeor gibt Zusage für Medikamentenlieferung
- Dorfbewohner organisieren Projekte zunehmend selbst
Optiker aus Landau sammeln und reparieren Brillen
Gegen Ende des Jahres wurde der Kontakt zur Universität Landau gefestigt und ausgebaut. Das Engagement der beteiligten Institute und Mitarbeiter ist grandios! Auch haben sich unter der Federführung des Optikers Marz wieder etliche Optiker aus Landau und Neustadt/Weinstraße verpflichtet, in 2010 das Projekt fortzusetzen, indem sie wieder Brillen sammeln, reparieren, vermessen und nach Gani-Dah schicken. Die örtliche Presse und überregionale Medien begleiten das Projekt mit Sympathie (Artikel aus "Pfälzer Tageblatt"). Studenten, die an einem Auslandspraktikum in Gani-Dah interessiert sind, wurden informiert. Wir hoffen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und danken allen Beteiligten für ihren Einsatz!
Freunde im St-Marien-Hospital in Mülheim/Ruhr werben Ausbildungsgeld für Pfleger ein
Pfleger Hassana Tolofoudié folgt mit Begeisterung und sehr erfolgreich der Ausbildung zum diplomierten Krankenpfleger im staatlich anerkannten Institut "L' Apothéose" in Bamako. Die Freunde im St-Marien-Hospital in Mülheim/Ruhr haben mit einer kleinen Ausstellung im Foyer für Spenden geworben. Sie haben die Kosten für das erste Ausbildungsjahr für Hassana übernommen. Herzlichen Dank!
Bücher im Wert von 500 Euro angeschafft
Für die Schule wurden Bücher und Materialien im Wert von 500,00 € angeschafft. In jeder Klasse wurden eine Unterrichtsreihe zum Thema Schutz der Umwelt abgehalten und Aktionen zur Vermeidung von Plastikmüll vorbereitet. Der Einsatz der Solarlampen und Solarkocher im Dorf ist vorbildlich. Besonders beeindruckend ist die Nutzung der Lampen nach Sonnenuntergang durch Schüler, die in Kleingruppen bis etwa 22 Uhr für die Schule lernen. So etwas glaubt hier niemand, der es nicht gesehen hat...
Landau: Studentinnen der Pädagogik machen Praktikum in Gani-Dah
Im Februar und März 2009 haben zwei Studentinnen der Pädagogik der Universität Landau ein Auslandspraktikum von 6 Wochen an der Schule von Gani-Dah gemacht. Das war eine reiche Erfahrung für beide Seiten! In pädagogischen Konferenzen wurden Methoden ausgetauscht und im Unterricht ausprobiert. Lisa und Natascha haben reichlich Material für ihre Examensarbeiten über einen Vergleich der Schulsysteme gewonnen.
Lisa und Natascha haben mit Hilfe von Studenten und Dozenten der Universität und großzügiger Optiker aus Landau und Umgebung über 800 Brillen gesammelt und nach Gani-Dah geschickt. Nach dem Unterricht in der Schule haben wir jeden Tag für die Bevölkerung von Gani-Dah und der weiteren Umgebung anhand von Tests eine Augenprüfung vorgenommen und die passenden Brillen verteilt. Alle Schulkinder sind getestet worden. Die Aktion war ein ungeheurer Erfolg. Wir haben Hilfspfleger Soumaila so ausgebildet, dass er unsere Arbeit fortsetzen kann. Wir haben sehr vielen Menschen helfen können. Im nächsten Jahr soll daher die Aktion in der Umgebung fortgesetzt werden. Überall werden für uns schon wieder Brillen gesammelt...
Dorfbewohner organisieren Projekte zunehmend selbst
Im Februar wurde der Verein "Banikono" in Gani-Dah mit eigenem Konto bei der BIM in Mopti gegründet. Schritt für Schritt werden in den nächsten Jahren alle Projekte in die Hand der Dorfbewohner übertragen.
Vielfältiger Austausch hat mit unseren Partnerschulen in Halle/Peißen, Grevenbroich, Krefeld-Hüls, Moers und Gani-Dah stattgefunden. Die Kinder sind glücklich über den Briefwechsel mit ihren Freunden. Mit Engagement planten die deutschen Schulkinder eine Fülle von Aktionen, um mit dem gespendeten Geld den Freunden in Gani-Dah helfen zu können.
In zahlreichen Vorträgen ist das Projekt Gani-Dah in Deutschland in den verschiedensten Zusammenhängen weiterhin bekannt gemacht worden. Insbesondere Berichte über den Einsatz der Solarenergie haben großes Interesse gefunden!
Foto: Gründungsversammlung von "Banikono"
2008
- Zweieinhalb Monate Mali haben viel vorangebracht
- Zwölf deutsche Paten gewonnen
- Hirsemühle gekauft und Haus dafür gebaut
- Milomali spenden 54 Kilogramm Bücher für Dorfbibliothek
- Zahlreiche Aktivitäten haben Geld für die Finanzierung der Projekte zusammengebracht
Zweieinhalb Monate Mali haben viel vorangebracht
Während zweieinhalb Monaten Aufenthalt in Mali sind im Frühjahr eine Fülle von aufwendigen Arbeiten und Planungen möglich geworden.
Zunächst: Der Brunnen funktioniert einwandfrei, er liefert das beste Wasser der Gegend; die Schulkantine arbeitet regelmäßig, täglich kommen die zwei Solarkocher zum Einsatz, auch für abgekochtes Wasser, das in der Entbindungsstation nebenan gebraucht wird.
Action medeor e.V., das Medikamenten-Hilfswerk aus Tönisvorst, hat für die Versorgung der Kinder und zur Behandlung der regionaltypischen Krankheiten eine große Spende nach Gani-Dah geschickt. Pfleger Hassana hat die Medikamente mit Begeisterung in den neuen, noch ganz leeren Kühlschrank des kleinen Gesundheitszentrums eingeordnet. Gani-Dah dankt action medeor!
Zwei Solarlampen sind für die Beleuchtung der Schule angeschafft worden. Die Lehrer sind sehr stolz. Sie nutzen sie im Moment für ihre nächtlichen Vorbereitungen vor der Hütte. Sie werden später für die abendlichen Alphabetisierungskurse für die Frauen eingesetzt.
Zwölf deutsche Paten gewonnen
In Deutschland konnten zwölf Paten für Kinder aus Gani-Dah gefunden werden. Ich habe die ärmsten Kinder, vornehmlich Waisen und Halbwaisen, ausgesucht, da sie in den Familien alle Arbeit leisten müssen und nur wenig Ruhe für die Schule haben. Für 120,00 € Jahresbeitrag werden die Kinder eingekleidet, medizinisch behandelt und mit den nötigen Schulmaterialien versorgt. Eine korrekte Aktenführung garantiert, dass den Kindern der Betrag ohne Abzüge direkt zukommt. Wir werden weiterhin deutsche Paten suchen − viele Kinder müssen für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen und können kaum den Anforderungen der Schule folgen.
Hirsemühle gekauft und Haus dafür gebaut
Größte Arbeit war der Bau eines Hauses in Lehmbauweise und die Einrichtung einer Hirsemühle für Jigis∈m∈, die Vereinigung der Frauen von Gani-Dah. Mit der finanziellen Hilfe unserer französischen Partner des Vereins Milomali und enormem Einsatz im Dorf ist es gelungen, einen Händler zu finden, die Maschine zu bestellen, nach Gani-Dah zu transportieren und auf aufregenden Wegen zu bezahlen. Zur selben Zeit haben die Dorfbewohner alle Materialien besorgt und das Haus gebaut. Als die Maschine installiert war und in Betrieb genommen wurde, gab es ein Freudenfest mit Musik und Tanz. Innerhalb von Minuten bildete sich eine lange Schlange von Frauen mit Kalebassen voller Hirse und Mais. Die Maschine arbeitet heute im Dauerbetrieb zuverlässig.
Über die Einrichtung der Hirse−Mühle und die dadurch möglichen Aktivitäten der Frauen, die ihnen zu einem regelmäßigen Einkommen verhelfen, ist es gelungen, Jigis∈m∈ an das System der Mikrofinanzierung anzuschließen. Drei Frauen haben schon alle Bedingungen für eine Kreditvergabe erfüllt, viele weitere werden folgen. Langfristig werden die Frauen so auf eigene Füße gestellt und können ihrerseits Kredite im Dorf vergeben.
Milomali spendet 54 Kilogramm Bücher für Dorfbibliothek
Für die Einrichtung einer Schul- und Dorfbibliothek sind alle Voraussetzungen geschaffen worden. 54 kg französischer Kinder- und Grundschulbücher sind schon da, gesammelt von den Freunden von Milomali aus dem Pariser Raum. Milomali hat sich vorgenommen, Spenden für den Bau eines kleinen Bibliotheksgebäudes einzusetzen.
Um alle Kinder in Klassenräumen unterbringen und die Sekundarstufe I einrichten zu können, brauchen wir ein neues Schulgebäude in Gani-Dah − das zu planen und ein zuverlässiges Unternehmen zu finden hat viel Arbeit gekostet. Im Frühjahr 2009 packen wir es an!
Zahlreiche Aktivitäten haben Geld für die Finanzierung der Projekte zusammengebracht
Wir haben durch viele Aktivitäten schon fast alles Geld beisammen:
- In Deutschland sind durch zahlreiche Vortragsreisen, Projekttage an Schulen und Universitäten, Aktivitäten wie Sponsorenlauf oder Geburtstagsfeiern viele Spenden für Gani-Dah zusammen gekommen.
- Es konnten weitere Paten für Kinder gefunden werden.
- Krankenpfleger Lukas von St-Marien-Hospital Mülheim/Ruhr ist nach 3 Monaten Arbeit am Krankenhaus in Bankass und in Gani-Dah begeistert zurückgekommen und hat vielfach öffentlich von seinen Erfahrungen berichtet.
- Zwei Studentinnen der Universität Landau werden im Frühjahr 2009 ihr Schulpraktikum in Gani-Dah absolvieren - wertvolle Erfahrungen für sie, wichtige Anregungen für die Schule!
In eigener Sache
2001 starteten die Projekte in Gani-Dah. Natürlich haben wir von Anfang an jedes Jahr über den Fortschritt berichtet. In diesen Anfangsjahren haben uns viele Menschen sehr geholfen. Ohne sie wären die Projekte nicht gelungen und wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet. Aus technischen Gründen können wir diese Berichte aber nicht mehr alle auf unserer Webseite dokumentieren. Wer diese jedoch gern nachlesen möchte, wende sich bitte an Birgit Biehl , 1. Vorsitzende des Vereins Gani-Dah: